Plattform-Kapitalismus

Nick Srnicek

Was vereint Google, Facebook, Apple, Microsoft, Monsanto, Uber und Airbnb? Sie alle sind Unternehmen, die Hardware und Software für andere bereitstellen, mit dem Ziel, möglichst geschlossene sozio-ökonomische Tech-Systeme zu schaffen. Google kontrolliert die Recherche, Facebook regiert Social Media und Amazon ist führend beim E-Commerce. Doch nicht nur Technologie-Unternehmen bauen Plattformen auf, auch Traditionsfirmen wie Siemens entwickeln ein cloudbasiertes Produktionssystem. Plattformen sind in der Lage, immense Daten zu gewinnen, zu nutzen und zu verkaufen - Monopolisierungstendenzen sind die "natürliche" Folge.

Wir hören auch immer wieder, dass wir in einer Zeit des tiefgreifenden Wandels leben. Begriffe wie Sharing Economy, Gig-Ökonomie und Vierte industrielle Revolution schwirren herum. Das Buch "Plattform-Kapitalismus" handelt von diesem aktuellen Augenblick in unserer Geschichte und seinen Avataren bei den neuen Technologien: Plattformen, Big Data, additive Fertigung, fortgeschrittene Robotertechnik, Maschinenlernen und das Internet der Dinge. Sind wir auf dem Weg in einen digitalen Monopolkapitalismus?

Nick Srniceks Buch ist nicht das erste Buch über diese Themen, aber es nimmt einen anderen Blickwinkel ein als bislang üblich. Es geht mehr um die breiteren ökonomischen Trends und den Wettbewerb innerhalb des Kapitalismus. Das vorliegende Buch möchte diese Perspektiven um eine Wirtschaftsgeschichte des Kapitalismus und der digitalen Technologie ergänzen. Diese Streitschrift ist unerlässlich für alle, die verstehen wollen, wie die mächtigsten technologischen Unternehmen unserer Zeit die globale Ökonomie verändern. Man wird nicht mit allen Thesen des Londoner Ökonomen konform gehen, aber sie liefern spannende Denkanstöße, um auch disruptive Trends zu verstehen und zu erkennen.

Cover von Plattform-Kapitalismus