10.12.2019   |   Blog

Marcus König zum Service der Zukunft: Der Mensch bleibt im Mittelpunkt

Den Menschen in den Mittelpunkt zu rücken war das Anliegen von Marcus König auf dem 39. KVD Service Congress. „Führen in digitalen Zeiten – Die Welt dreht sich schneller als schnell“ lautete sein Thema. Königs These: „Weg von Industrie 4.0. Der Erfolg des Business liegt in der Hand der handelnden Personen. Deswegen heißt es: Vorbereitet sein, Verantwortung übernehmen und die Chancen ergreifen.“

Mit Blick auf die Arbeitswelt von Morgen wollte der Unternehmensberater mit einer Prognose aufräumen: „Die Angst geht um: ‚Wir verlieren alle unsere Arbeitsplätze.‘ Die Wahrheit ist: Ja, es werden Bereiche wegfallen – aber es werden auch neue hinzukommen.“ Für Unternehmen und Führungskräfte bedeutet das, sich in Sachen Mitarbeitersuche nicht so sehr darauf zu fokussieren, was die Stelle alles erfordert, sondern eher, was das Kompetenzfeld des Bewerbers ausmacht. „Können wird viel wichtiger als Wissen“, ist sich Marcus König sicher. Und meint damit, dass persönliche Skills in Zeiten von Partizipation und Wissensmanagement eine größere Tragweite haben werden, als „bloßes“ Fachwissen.

Laut König zeichnen sich in Zukunft einige Erfolgsfaktoren ab: Flexibel und proaktiv auf plötzliche Veränderungen eingehen zu können (Agilität), Zunehmende Komplexität im Team bzw. mit Partnern bewältigen (Netzwerken), Wissen kann geteilt und gemehrt werden – nahezu permanent und überall (Partizipation) und die Informationsgeschwindigkeit steigt enorm (Transparenz). Wer dann auch noch das Wohlergehen des Einzelnen im Blick behält (Achtsamkeit), kann sich zur Gewinnerseite zählen – da ist sich Marcus König sicher. In diesem Zuge verändert sich auch Führung. „Management leitet Prozesse, Leadership führt Mitarbeiter“, gab König einen interessanten Impuls im Rahmen seines Vortrages. Dem Coach zufolge ist es beispielsweise in Zukunft wichtiger Führungskraft zu sein als Fachexperte. Command & Control hat ausgedient – Führungskräfte ständen nicht mehr im Zentrum, sondern zur Seite. „Überlassen Sie auch mal die Führung anderen, im jeweiligen Thema besser qualifizierten, Menschen“, riet König.

Bei Marcus König war Netzwerken, das gemeinsame Suchen und Finden von Lösungen, ein zentrales Anliegen seiner Ausführungen. „Arbeitswelten ändern sich“, sagte er. „Künftig wird mehr auf kurze Zeitintervalle und Projekte gesetzt als auf Langfristigkeit.“ Schlagworte wie Sharing, Partizipation, Kooperation und Kollaboration gewinnen immer mehr an Tragweite. Und an diesem Punkt sind wir wieder bei der Digitalisierung: denn erst durch sie werden diese Formen von New Work überhaupt möglich. Und so richtete sich Königs Appell an die Entscheider und Führungskräfte im Publikum: „Setzen Sie Leitplanken statt anzuleiten, inspirieren Sie und stiften Sie Sinn.“