Corporate Religion

Bindung schaffen durch starke Marken

Jesper Kunde

Marken zählen: Es gibt wohl kaum jemanden, der nicht glaubt, dass Marken in der heutigen Wirtschaft eine zentrale Rolle spielen. Für Jesper Kunde ist Marke an sich aber nicht alles: Unternehmen müssen auch mit ganzem Herzen an ihre Marke glauben, wenn sie eine Chance haben wollen. Darüber berichtet der Däne Jesper Kunde, der 1988 zusammen mit einem Partner die Werbeagentur Kunde & Co. Gründete, in seinem Buch „Corporate Religion – Bindung schaffen durch starke Marken“ ausführlich. Sein Hauptthese ist, dass eine starke Marktpositionierung nur mit einer tief verwurzelten Überzeugung von Selbstwert und Glauben erreicht werden kann.

Kunde argumentiert, dass es auch heute noch das Produkt ist, über das ein Unternehmen hauptsächlich kommuniziert. Sehr bald wird dies allerdings nicht mehr ausreichen. Diese Ansicht ist natürlich ganz aktuell, schließlich gewinnen Services an sich und dabei vor allem Smart Services immer mehr an Bedeutung. Heißt also nach Kunde: Eine Marke ist nicht nur eine Fassade, die den Konsumenten präsentiert wird. Bei ihr sollte es sich um eine Vision handeln, die alles repräsentiert, wofür das Unternehmen steht, sowohl nach innen als auch nach außen. Das sind dann Produkte und Services. Insofern ist Kundes Betrachtung durchaus spannend für Praktiker aus dem Marketing, aber auch aus dem Service.

Service-Manager lernen aus der detaillierten Beschreibung des Autors, wie die Markenidee verbreitet werden kann; vor allem, wenn er erklärt, wie sich eine Corporate Religion einführen lässt und er detailliert auf die Auswirkungen für Management und Organisation ein geht.

Cover von Corporate Religion