Eingesperrt im Job

Ausbruch aus dem Arbeitsknast

Stefan Kerzel

Eingesperrt und gefangen im Job, so fühlen sich Millionen Menschen in ihrem Leben, ihrer Arbeit - sagt Autor Stefan Kerzel, bekannt für seine provokanten Formulierungen, aber auch für seine cleveren Analysen und Ideen, wenn es um Kompetenzentwicklung und Führung geht. In seinem neuen Buch "Eingesperrt im Job" benutzt er den Vergleich Arbeitsplatz / Gefängnis. Eine zentrale These: Blockiert in einem Knast der Umstände und Belegschaften scheinen Entwicklung und Weiterkommen unmöglich. Im falschen Job mit den falschen Chefs, im falschen Leben voller Zwänge - es wird erlitten, ertragen, erduldet. Wie Inhaftierte in ihren Zellen sehnen wir uns einen fernen Entlassungstag herbei. Ob der jemals kommt, ist fraglich, Lebenslanges Tütenkleben, Stumpfsinn bei und während der Arbeit: Beides sind keine Perspektiven.

Autor Stefan Kerzel ist seit Jahrzehnten Jailhouse-Rocker, der mit seiner Gitarre und Musik hinter Gefängnismauern bringt. Doch wer baut die Mauer, die uns "Freigänger" gefangen halten? Was ist zu tun, um sie zu überwinden? Darüber berichtet dieses Sachbuch. Nötig sind Mut, Ausdauer und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen - auszubrechen eben! Die bittere Wahrheit: Weil Kopf und Bauch so oft im Dauerzwist liegen, erschaffen wir unsere eigenen Zwickmühlen. Höchste Zeit, dies zu ändern! Denn wir können uns Lösungswege erarbeiten, Handlungskompetenzen wiederfinden, unseren Arbeitsknast verlassen. Unsere Gestaltungskraft ist größer, als wir denken. Entwicklungsfreiheit versus Arbeitsknast, das ist der Showdown unserer Zeit.

Den Vergleich zwischen Knast und Job muss man mögen, es ist mitunter etwas zu drastisch und zu bemüht. Wenn es um Handlungsempfehlungen geht, liegt Stefan Kerzel dann aber wieder goldrichtig.

Cover von Eingesperrt im Job