30.11.2021   |   News

Corevas gewinnt mit EmergencyEye den KVD Service-Management-Preis 2021

Die Firma Corevas hat den KVD Service-Management-Preis 2021 gewonnen. Im Fokus steht die Lösung EmergencyEye: Sie hilft Servicemitarbeitern, während eines Gesprächs mit einem Kunden auf Funktionen und Daten des Endgerätes des Kunden zuzugreifen, mit dem Ziel, die Situation beim Kunden vor Ort präziser einschätzen zu können. Was die Lösung so besonders macht: Durch die WebRTC-Technologie und das Verzichten auf eine App kann jedes handelsübliche Smartphone mit einer Datenverbindung von mindestens 3G angesteuert werden. Eine Vorinstallation von Applikationen seitens des Anrufers ist nicht notwendig. Zwar werden alle Funktionen von dem Servicedienstleister gesteuert, aber weil der Anrufer immer die Wahl hat, ob er Zugriff gewährt oder nicht, bleiben Cybersicherheit und der Schutz der Privatsphäre gewahrt.

Der Blick des Servicedienstleisters durch die Kamera des Kunden führt zu einer präziseren Einschätzung der Situation, zu einer schnelleren Lösung und zu einer zielgerichteten Anleitung zur Selbsthilfe.

Die Entwicklung der App hat einen ernsten Hintergrund: Sie wurde zunächst für den Notruf und die kritische Infrastruktur entwickelt, nachdem sich die Familie des Firmengründers Prof. Dr. Günther Huhle selbst in einer solchen Notsituation befand – und nicht auf ein solches Tool zurückgreifen konnte. „Uns ist wichtig, die Lösung nicht alleine weiterzuentwickeln, sondern zusammen mit Partnern“, erklärt Prof. Dr. Günther Huhle. „Dabei steht der Kundennutzen immer im Fokus – wir wollen voranbringen und integrieren, was der Kunde benötigt.“

Mittlerweile wird EmergencyEye zunehmend auch im Kundendienst und für Servicegespräche in der Industrie eingesetzt. Das ...„Ich mach mir mal ein Bild“... setzt sich zunehmend als neuer Standard im Servicegespräch durch und dies gepaart mit einer hohen Akzeptanz bei den Kunden.

Insbesondere der Einsatz in der kritischen Infrastruktur und die hierdurch wiederholten Begutachtungen bzgl. Cybersicherheit und Datenschutz als auch Schutz der Privatsphäre haben der Industrie Sicherheit gegeben, dass diese neue Technologie robust und sicher ist.  „Auch die EU-Förderungen und Förderungen durch das BMWi haben für eine große Aufmerksamkeit geführt, so dass zahlreiche Kunden direkt auf uns zukamen“, erklärt Prof. Dr. Günther Huhle.

Die Corevas-Lösung soll in Zukunft noch interaktiver werden z.B. durch die Möglichkeit direkt während des Kundengespräches Bilder zu editieren: „Wir werden eine Plattform integrieren, die es dem Servicemitarbeiter ermöglicht, Experten bei Bedarf zur Beratung zum Servicegespräch hinzuzuziehen und so Lösungen im Kundengespräch sofort herbeizuführen, anstatt Kunden auf ein Folgegespräch zu vertrösten. Eine hohe First Time Resolution rate ist hier das oberste Ziel.“

Für das kommende Jahr ist vorgesehen, künstliche Intelligenz zu nutzen, um auf Bildern Inhalte zu identifizieren, mit bekannten Mustern abzugleichen und Entscheidungsempfehlungen zu geben. Dies soll die „time to resolution“ nochmals verkürzen helfen. Dabei folgt Corevas dem Grundsatz, nichts zu entwickeln, was es schon gibt. „Hier würden wir eher integrieren, als es selbst noch einmal zu bauen“, sagt Prof. Huhle. Grundsätzlich bleibt Prof. Huhle bei allen Entwicklungsschritten involviert. „Wir wollen noch mehr Partnerschaften und suchen keine Investoren“, unterstreicht er. In der aktuellen Ausprägung sei das Unternehmen sehr agil und flexibel, könne schnell neue Releases anstoßen. „Uns geht es um die Nutzenmaximierung der Lösung, nicht um die Profitmaximierung einer Organisation.“