03.03.2020   |   News

Corona-Virus: Was tun bei Service- & Business-Terminen sowie bei anstehenden Messen?

Ausgehend von Wuhan in der chinesischen Provinz Hubei tritt seit Dezember 2019 die akute Atemwegserkrankung COVID-19 auf, die durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 verursacht wird. Die Weltgesundheitsorganisation WHO deklarierte am 30. Januar 2020 eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite (PHEIC). Das Infektionsrisiko für Reisende in der Provinz Hubei wird als hoch eingeschätzt. Was bedeutet das für Service- und Business-Termine in China?  Hier kommen zusammengefasst die Tipps von Bundesregierung und Handelskammern.

Wie ist der aktuelle Stand in China?

Die chinesischen Behörden haben für Wuhan und andere Städte der Provinz Hubei Reisebeschränkungen erlassen. Eine Ausreise ist laut Auswärtigem Amt dort nicht möglich. „Allgemein ist derzeit mit erheblichen Einschränkungen der Mobilität innerhalb Chinas zu rechnen“, lautet die Einschätzung des Auswärtigen Amtes, das eine Teilreisewarnung ausgesprochen hat.

Was bedeutet das in der Praxis?

Bei Ein- und Ausreise wie auch bei Überlandreisen ist mit Fieberkontrollen zu rechnen; bei Symptomen mit Quarantänemaßnahmen. Vor Reisen in potenziell gefährdete Regionen empfiehlt das Bundesgesundheitsministerium eine Impfung mit dem aktuellen Nordhalbkugelimpfstoff gegen Influenza. Eine Influenza-Impfung kann zur Vermeidung unnötiger Verdachtsfälle beitragen. Reisende, die aus Deutschland über einen internationalen Flug in Peking eintreffen und sich in den vergangenen 14 Tagen nicht in China aufgehalten haben, fallen nicht unter die Quarantäne und können sich in Peking ohne Beschränkung aufhalten. Erfolgt die Einreise aus einem anderen Gebiet Chinas, ist laut Auswärtigem Amt die 14-tägige Quarantänefrist einzuhalten. Diese kann zuhause oder in einem Hotel erfolgen.

Was tun, wenn sich noch deutsche Mitarbeiter in China befinden oder nach China reisen müssen? 

Ganz klar: Vor Reisen in die Provinz Hubei wird seitens des Auswärtigen Amtes gewarnt, von nicht notwendigen Reisen in das übrige Staatsgebiet zumindest abgeraten. Halten sich Mitarbeiter in China auf, sollte man laut den Experten des Auswärtigen Amtes in Anbetracht der zunehmenden Einschränkungen die vorübergehende bzw. vorzeitige Ausreise erwägen. Wer Hilfe benötigt oder Mitarbeiter in die Region schicken muss, kann Mitarbeiter in der Krisenvorsorgeliste des Amtes eintragen: bit.ly/2V3bmre

Worauf haben zurückkehrende Mitarbeiter aus China zu achten?

Wer aus China zurückkehrt, ist durch Anordnungen des Bundesgesundheitsministeriums verpflichtet, auf Aussteigekarten Angaben zum Flug und zum Aufenthaltsort in den folgenden 30 Tagen nach Landung zu machen sowie eine Selbstauskunft zum Aufenthaltsort in China, Kontaktpersonen und gesundheitlichen Befinden abzugeben. Bei Flügen aus China sind die Buchungsdaten für 30 Tage vorzuhalten, insbesondere Daten zur Identifikation der Reisenden und des zugeordneten Sitzplatzes.

Was tun bei einer Anweisung, dass die Niederlassung in China zu schließen hat?

Die AHK Greater China empfiehlt, die Anweisungen und Empfehlungen der lokalen Behörden zu befolgen und sich bei Fragen an die lokalen Behörden zu wenden. Unternehmen, die wichtige Versorgungsfunktionen erfüllen oder aktive Bereiche wichtiger Infrastrukturen sind, könnten von den Unternehmensschließungen ausgeschlossen werden, heißt es. Unternehmen müssen laut AHK vor Ort die Erlaubnis zur Wiedereröffnung beantragen. Dazu wird oft eine Liste aller Mitarbeiter sowie deren jeweiliger Reiseverlauf erforderlich. Unternehmen müssen Notfall- und Betriebswiederaufnahmepläne vorlegen und Maßnahmen ergreifen, um eine Ausbreitung zu verhindern, und sicherstellen, dass nach Wiederaufnahme Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden. Die Mitarbeiter müssen Masken tragen und dürfen nicht zu nahe beieinander sitzen. Es sollten auch Hygieneverfahren vorhanden sein.

Gibt es Steuervergünstigungen, wenn mein Unternehmen vom Ausbruch des Coronavirus betroffen ist?

Um den Ausbruch zu bekämpfen, führt das chinesische Ministerium für Finanzen und staatliche Steuerverwaltung neue Vorschriften zur Körperschaftsteuer, Mehrwertsteuer und individuellen Einkommensteuer ein. Mehr dazu findet sich in diesem Beitrag: bit.ly/3bQMQ2x

Weitere Tipps hier in der Linksammlung:

Q&A des Bundesgesundheitsministeriums: www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html

Q&A des Robert-Koch-Instituts: bit.ly/2v17mg9

Q&A der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: bit.ly/39QFhqW

Updates zur Lage der AHK Greater China: china.ahk.de/coronavirus-updates

Merkblatt zum Coronavirus: bit.ly/2SWmiUV

Informationen der WHO: bit.ly/2SJ5Jgq