19.02.2020   |   News

Digitalisierung: Zwei Drittel der spanischen Industriebetriebe wollen 2020 investieren

Spaniens Industrie setzt auf Digitalisierung: Im Zuge der Internationalisierung ihrer Geschäftstätigkeit investieren viele Betriebe in innovative Technologien. Nach Angaben der Kommission der Europäischen Union (EU) werden die Ausrüstungsinvestitionen in Spanien in den Jahren 2020 und 2021 um 2,3 beziehungsweise 2,1 Prozent wachsen.

Die digitale Transformation ist längst keine Nische mehr: Laut den Daten zum Kongress "Advanced Factories" verfolgen 2020 zwei Drittel der spanischen Industrieunternehmen Digitalisierungsprojekte.

Auf dem Vormarsch ist der Robotik-Sektor. Die Manpower Group prognostiziert, dass der Park der Industrieroboter in Spanien 2020 auf rund 55.000 Einheiten anwachsen wird. Für Investitionen zwischen 2019 und 2022 sagt der internationale Robotikverband FIR ein jährliches Wachstum von circa 10 Prozent voraus.

Rückenwind für Innovationen kommt vom schnellen Rollout des Mobilfunks der 5. Generation (5G). Die Regierung setzt dabei auf Pilotprojekte und die Entwicklung neuer Anwendungen. Dafür stellte sie 2019 insgesamt 80 Millionen Euro bereit. Neue Initiativen sind nach dem Regierungswechsel im Januar 2020 noch nicht bekannt. Da nur etwa 5 Prozent der spanischen Unternehmen mehr als 9 Mitarbeiter haben, sind Unterstützung und Beratung für KMU besonders wichtig.

Auch die neue spanische Regierung setzt auf breite Digitalisierung und eine arbeitnehmerorientierte Politik. Hürden sind die fehlende Mandatsmehrheit und wenig finanzieller Spielraum. Am 13. Januar 2020 erhielt Spanien eine reguläre Regierung. Der finanzielle Spielraum für sie ist eng. Der Unternehmensvertrauensindex des Statistikamtes INE für das 1. Quartal 2020 fiel um 0,4 Prozent. Lediglich sonstige Dienstleistungen (+0,9) und Bau (+0,4) verzeichneten leichte Zuwächse. Das Vertrauen korreliert mit der Unternehmensgröße. Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern verzeichnen einen Anstieg um 2,8 Prozent, während die zahlreichen Firmen mit unter zehn Beschäftigten auf einen Wert von minus 1,9 Prozent kommen.