13.11.2019   |   News

eHealth: IBM stark bei elektronischer Patientenakte

Mit der Knappschaft, der Hanseatische Krankenkasse (HEK) und der Barmer haben gleich drei Krankenkassen in kurzer Zeit den Zuschlag für die elektronische Patientenakte (ePA) an IBM vergeben. „Mit IBM gemeinsam arbeiten wir ab sofort daran, die elektronische Verfügbarkeit von Informationen, Daten und Dokumenten zu einer Erfolgsstory für die Versicherten zu machen“, erklärt Bettina am Orde, Geschäftsführerin der Knappschaft.

Für die fast 1,6 Millionen Versicherten der Knappschaft steht so ab dem 1. Januar 2021 eine elektronische Patientenakte bereit. „Datenspeicherung und Verwaltung ist dabei nicht das alleinige Ziel. Unser Fokus ist auch bei der ePA, unsere Versicherten in allen Fragen rund um die Gesundheit und in allen Lebenslagen bestmöglich zu unterstützen: mit Beratung, Prävention, Leistung und, ganz wichtig, Versorgung.“ Services und Anwendungen der elektronischen Patientenakte sollen primär auf die Bedürfnisse der Versicherten abgestellt werden.

Digitale Kommunikation ist seit langem ein Herzstück der knappschaftlichen Versichertenversorgung. Mit der elektronischen Behandlungsinformation gelang es der Knappschaft im Jahr 2012 als erste Krankenkasse, Kliniken zeitnah über Vorerkrankungen und Arzneimittelnutzung von Patienten zu informieren.

„Wir schauen sehr genau hin, an welcher Stelle wir unsere Versicherten in der Versorgung mit unserem Know-How und unseren Möglichkeiten unterstützen können – sei es beim Patienten oder bei den Ärzten oder Krankenhäusern. Aus unserer Erfahrung müssen auch digitale Neuerungen eindeutigen Mehrwert für unsere Versicherten schaffen – sonst werden sie nicht akzeptiert“, sagt am Orde. „Dies ist auch der Leitgedanke bei der elektronischen Patientenakte; wir sind überzeugt: Qualität setzt sich durch.“

eCare heißt der Service der elektronischen Patientenakte bei der Barmer. „Die Anforderungen an die elektronische Patientenakte sind hoch, weil für deren Erfolg Praxen, Kliniken, Apotheken und andere Akteure datensicher vernetzt werden müssen. Mit eCare werden wir mehr als nur einen reinen Datenspeicher schaffen. Ziel ist ein sicheres Speichermedium, das individuell genutzt werden kann“, sagt der Vorstandsvorsitzende der BARMER, Prof. Dr. Christoph Straub. In der Akte würden Versichertendaten so vorgehalten, dass sie vor allem für die Kunden einen echten Mehrwert und umfangreiche Services böten.

Mit smarthealth bietet die Hanseatische Krankenkasse (HEK) ihren Kunden voraussichtlich in naher Zukunft in Form einer elektronischen Gesundheitsakte (eGA) die Möglichkeit, persönliche Gesundheitsdaten digital an einem Ort zu speichern und selbst zu managen. Der Zugang erfolgt über die HEK Service-App, die Nutzung ist kostenfrei. smarthealth wird als persönliche Gesundheitsakte durch IBM bereitgestellt und soll HEK-Kunden durch hohe Transparenz die Chance höherer Behandlungsqualität bieten. Einen Zugang zu smarthealth erhalten HEK-Kunden nach digitaler Identifizierung ausschließlich über die HEK Service-App. Diese ist mit einer Zwei-Faktor-Authentifizierung gegen missbräuchlichen Zugriff geschützt. smarthealth ist mit aktuellen Verschlüsselungsmethoden gesichert. Die Daten werden inhaltsverschlüsselt (End-to-End) auf Servern gespeichert, die in Deutschland stehen.

Nur HEK-Kunden selbst können ihre in der Gesundheitsakte hinterlegten Daten lesen. Weder die HEK noch die IBM oder die behandelnden Ärzte können die Daten einsehen. Nur der Kunde bestimmt, mit wem er welche Informationen teilt.