12.11.2019   |   Pressemitteilung

Jungheinrich AG gewinnt KVD Service-Management-Preis 2019

Die Jungheinrich AG hat den KVD Service-Management-Preis 2019 gewonnen. Das Unternehmen setzte sich im Finale in München mit einem Stapler-Simulator gegen die Konkurrenz von thyssenkrupp Industrial Solutions und gominga durch. Bestimmt wird der Gewinner des von der InfoTip Service GmbH präsentierten Preises durch die rund 450 Teilnehmer des KVD Service Congress, der jeden November in München veranstaltet wird.

Lukas Riedel und Frank Marschatz präsentierten für die Jungheinrich AG einen virtuellen Gabelstapler-Simulator, der ähnlich jenen Simulatoren ist, mit denen Piloten in der Luftfahrt trainieren. Die Entwicklung dieser Lösung ist eng verknüpft mit der aktuellen Situation auf dem Fachkräfte-Arbeitsmarkt. Da dieser kaum Fachkräfte für den Bereich der Staplerfahrer hergibt, bilden viele Jungheinrich-Kunden selbst aus. Organisation und

Durchführung von Trainings sind mit erheblichen Aufwänden verbunden: Neben Trainingspersonal werden Flurförderzeuge und Trainingsparcours benötigt. Außerdem muss sichergestellt werden, dass sowohl die Fahrer, als auch andere Personen im Umfeld nicht gefährdet werden und es nicht zu Sachschäden kommt. Am Ende der Ausbildung müssen die Fahrer in der Lage sein, sicher und produktiv schwere

Lasten zu bewegen. Ein weiterer wichtiger Punkt für unsere Kunden ist das Thema Kostensenkung. Ein Bereich, der für Trainings genutzt wird, kann somit nicht operativ genutzt werden.

Hier setzt der Simulator an: Um das Fahrerlebnis so realistisch wie möglich zu gestalten, nutzt Jungheinrich eine kompakte Bewegungsplattform, neueste VR Brillen und optische Handerkennung. Die Trainingssoftware ist an den Einsatzzweck eines jeden Fahrzeugtyps angepasst und umfasst mehrere Level. Der Simulator wurde vorrangig im Bereich des Jungheinrich-Kundendienstes projektiert, da die Thematik Fahrerschulung eng mit dem Kundendienst verknüpft ist. Eine gute Fahrerausbildung ist für die Vermeidung von Ausfällen und Schäden an den Fahrzeugen genauso wichtig, wie die professionelle Wartung durch Kundendienst-Techniker der Jungheinrich AG. Natürlich denken die Entwickler auch schon in die Zukunft: Derzeit erweitert Jungheinrich das Portfolio der Fahrzeugtypen, die auf dem VR Simulator genutzt werden können. Da die Entwicklung der VR Brillen extrem schnell voranschreitet, testen und implementieren die Experten ständig neue VR Lösungen.

Ebenfalls im Rennen war die thyssenkrupp Industrial Solutions, die eine Automations- und Analyticslösung entwickelt hat, die von dem Unternehmen digitalized expertise Services genannt wird. Digitalisiert werden dabei das Ingenieurswissen und die Prozessexpertise als Anlagenbauer, wie es Dr. Sophie Wie und Dr. Donald James Weir am Beispiel des Kollegen "Digital" Dietmar Wagner demonstrierten, der physisch vor Ort war und gleichzeitig als virtueller Experte im Netzwerk thyssenkrupp-Kunden zur Verfügung stand. Die Idee: Während des Betriebs einzelner Maschinen oder ganzer Anlagen werden in der Cloud Daten gesammelt und mit der Kombination aus Experten-Knowhow und Machine Learning analysiert. Die visualisierten Daten, die im thyssenkrupp Online Dashboard in Echtzeit dem Kunden zur Verfügung stehen, sind das Ergebnis der automatischen Analyse von Algorithmen. Hier setzt dann das Fachwissen der thyssenkrupp-Experten an.

Das Technologie-Unternehmen gominga geht da in eine ganz andere Richtung – nicht nur, dass die Münchner allein in Sachen Unternehmensgröße gegenüber den Konkurrenten aus dem Rahmen fielen. Das Unternehmen hatte auch eine Lösung im Gepäck, die sowohl im Business- als auch im Consumer-Umfeld Potenzial hat. gominga hat nämlich ein Web-Tool für Review-Management auf e-Commerce-Plattformen entwickelt, welches eine direkte Endkunden-Interaktion am POS über e-business Plattformen wie Amazon & Co. ermöglicht. Unternehmens-Sprecherin Sandra Stricker zeigte gemeinsam mit gominga-Gründer Wolfgang Greipl das Tool, mit dem Unternehmen den Content, also Bewertungen und Fragen zu Produkten in Shops und Portalen aktiv managen können.

„Die drei Konzepte im Finale unseres Wettbewerbs hätten unterschiedlicher nicht sein können – das zeigt, wie breit gefächert neue Service-Ideen heute vor allem durch die Digitalisierung aufgestellt sein können. Unsere innovativen KVD-Mitglieder entdecken Potenziale und Nischen, etablieren neue Geschäftsmodelle und erschließen so neue Potenziale für ganze Branchen“, erklärt KVD-Geschäftsführer Markus Schröder. „Der Wettbewerb hat auch gezeigt, dass Faktoren wie Innovation, Übertragbarkeit und Kundennutzen zählen. Hier waren alle drei Konzepte ganz stark, und alle drei werden ihren Markt finden“, ergänzt Theo Ubbens von der InfoTip Service GmbH, Sponsor des Preises.

Ab sofort kann man sich für den KVD Service-Management-Preis 2020 bewerben. Die Ausschreibungsunterlagen können unter gs/kvd/de angefordert werden. Diese müssen ausgefüllt bis zum 30. Juni 2020 an die KVD-Geschäftsstelle geschickt werden, um die Wettbewerbsteilnahme zu sichern.

Hinweis an die Redaktionen:
Bei Interesse an einem Interview mit dem KVD-Geschäftsführer oder den Finalisten wenden Sie sich direkt an Alexandra Engeln, a.engeln/kvd/de