10.09.2020   |   Pressemitteilung

Nachhaltigkeit im Service – mit Perspektive entwickeln

Nachhaltigkeit ist ein heute fest im Bewusstsein der Menschen verankertes Handlungsprinzip. Man verbindet mit Nachhaltigkeit oft einen Umweltaspekt, doch bei Nachhaltigkeit gilt es in größeren Dimensionen zu denken: natürlich ökologisch, aber auch ökonomisch und sozial. Das betrifft in vielfältiger Weise auch den Service, der sich praktisch immer in diesen drei Dimensionen bewegt. Erst, wenn Nachhaltigkeit strategisch gedacht wird, können diese Aspekte auch effektiv gestaltet werden, sagt KVD-Vorstand Guido Geller und beschreibt, worauf es in der Praxis ankommt.

Auf dem Weg zur nachhaltigen Organisation seien Unternehmen mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert – sei es der Klimawandel, die Verknappung von Ressourcen, der demografische Wandel oder der Fachkräftemangel. „Diese Herausforderungen können wir nur bewältigen, indem wir Nachhaltigkeit nicht als isolierte Aufgabe verstehen, sondern ganzheitlich integrieren“, sagt KVD-Vorstand Guido Geller.

Im Service gibt es seiner Ansicht nach viele Nachhaltigkeitspotenziale, die es zu heben gilt. Reparaturen in Servicefällen sollten möglichst im ersten Gang erledigt werden: Das spart Zeit, zusätzliche Anfahrtswege und somit Ressourcen. „Ergänzt wird das durch eine optimierte Tourenplanung und eine bestmögliche Vorrüstung der Technikerfahrzeuge“, sagt er. Kennt man als Service-Organisation die Aufträge der Techniker pro Folgetag, lassen sich die Fahrzeuge mit den notwendigen Ersatzteilen bestücken – das vermeidet weitere Fahrten. Die Tourenplanung legt die Abläufe so fest, dass so wenig wie möglich gefahren werden muss: „Ziel ist es, die Kilometerzahl pro Auftrag so gering wie möglich zu halten.“

An dieser Stelle kämen Organisationen die digitalen Entwicklungen entgegen, sagt er: „Smart Services sowohl für die Nutzung der Geräte als auch für deren Wartung wirken nachhaltig. Der Betrieb der Geräte wird schonender, Updates können Betrieb und Verbrauch optimieren, vernetzte Geräte lassen sich bei einfachen Eingriffen aus der Ferne warten. Und natürlich lassen sich so auch Kunden bei dem Betrieb der Geräte unterstützen.“

Im Mittelpunkt all dessen stehe der Mensch. Welche Bedarfe hat der Kunde? Wie kann man ein optimales Kundenerlebnis für ihn gestalten? Aber auch: Was erwarten die Mitarbeiter von ihrem Unternehmen? Der KVD-Vorstand führt hier das Beispiel Miele an. Das Unternehmen nehme hier drei Perspektiven ein: „Mit Lieferanten wird fair und partnerschaftlich zusammengearbeitet. Es wird erwartet, dass auch die Partner soziale und ökologische Standards erfüllen.“ Man setze außerdem auf langfristig angelegte Partnerschaften mit beratungs- und serviceorientierten Fachhändlern. Zudem wisse man, dass die Mitarbeiter entscheidend zum Erfolg des Unternehmens beitragen. Einen großen Fokus lege man zudem auf die internationale Ausrichtung und der Beschäftigung unterschiedlicher Nationalitäten und dem Zusammenführen von Kulturen. „Dazu gehören auch eine fundierte Ausbildung und adäquate Weiterbildungsmöglichkeiten für junge und ältere Mitarbeiter. Miele denkt in Generationen, und das betrifft die Mitarbeiter-, aber auch die Kundenseite.“

HINWEIS FÜR DIE REDAKTIONEN:
Bei Interesse an einem Interview mit KVD-Vorstand Guido Geller wenden Sie sich direkt an Alexandra Engeln.