Nachhaltigkeitsbericht: Fünf Empfehlungen für den Einstieg
Management Summary ↓
Nachhaltigkeitsberichterstattung hilft Serviceorganisationen, vorhandene Leistungen sichtbar zu machen und Verbesserungen systematisch zu verfolgen. Reparatur, Wiederaufbereitung und längere Maschinennutzung gehören ebenso dazu wie Arbeitsbedingungen und verantwortungsvolle Unternehmensführung. Detlef Birkhof empfiehlt einen klaren Berichtsrahmen, eine koordinierende Person und dokumentierte Datenquellen. Zwei bis drei erreichbare Ziele und regelmäßige Fortschrittsprüfungen machen den Bericht zum Instrument kontinuierlicher Entwicklung.
Ein Nachhaltigkeitsbericht zeigt, was ein Unternehmen leistet und wo es besser werden will. Für KVD-Ehrenbeirat Detlef Birkhof dient er vor allem der eigenen Orientierung. Sein Rat: anfangen, statt auf Perfektion zu warten. Fünf Schritte helfen beim Einstieg.
Tipp: Ein ausführliches Interview mit Detlef Birkhof gibt’s in der aktuellen Ausgabe 4/26 der ServiceToday.
KI-Systeme im Service: Klein anfangen, systematisch ausbauen
Management Summary ↓
Ein erfolgreicher KI-Einstieg beginnt mit einer abgegrenzten Routineaufgabe und der Prüfung, ob vorhandene Informationen für diesen Anwendungsfall ausreichen. Mitarbeitende müssen frühzeitig beteiligt und Übergaben an Menschen bei Unsicherheit oder fehlenden Angaben verbindlich geregelt werden. Dr. Michael Klein empfiehlt, technische Eignung, Systemintegration und Betrieb schrittweise zu erproben. Der gemessene wirtschaftliche Nutzen bildet die Grundlage für einen weiteren Ausbau.
Wer KI im technischen Service einsetzen will, muss mehr klären als die Auswahl einer Software: Welche Prozesse eignen sich, wann müssen Menschen übernehmen und wie lässt sich der Nutzen bewerten? Dr. Michael Klein, CEO von SquareNeo Solutions, empfiehlt einen schrittweisen Einstieg. Die folgenden fünf Handlungsempfehlungen zeigen, wie Service-Organisationen dafür die Voraussetzungen schaffen. „Man sollte eine große Vision haben, aber mit einem kleinen ersten Schritt beginnen“, empfiehlt Dr. Michael Klein, CEO von SquareNeo Solutions.
1. Einen geeigneten Prozess auswählen ↓
Starten Sie mit einer abgegrenzten Routineaufgabe, etwa der Bearbeitung von Ersatzteilanfragen. Kleins Auswahlhilfe: Welche Tätigkeiten würden Sie einem unerfahrenen Mitarbeiter übertragen? Solche Routineaufgaben eignen sich häufig für die Automatisierung; komplexe Sonderfälle bleiben bei erfahrenen Fachkräften.
2. Mit vorhandenen Daten starten ↓
Warten Sie nicht auf einen vollständig bereinigten Datenbestand. Moderne Sprachmodelle können auch unstrukturierte Informationen verarbeiten, erklärt Klein. Prüfen Sie deshalb am konkreten Anwendungsfall, ob die vorhandenen Informationen ausreichen und welche Lücken geschlossen werden müssen.
3. Mitarbeitende frühzeitig beteiligen ↓
Führungskräfte müssen erklären, welche Aufgaben automatisiert werden sollen und wo menschliche Erfahrung unverzichtbar bleibt. Beziehen Sie die Fachbereiche frühzeitig ein und nehmen Sie Sorgen um die eigene Rolle ernst. Nach Kleins Erfahrung liegen hier häufig größere Vorbehalte als in der IT.
4. Übergaben an Menschen festlegen ↓
Definieren Sie, wann die KI selbstständig arbeiten darf und wann Mitarbeitende übernehmen. Fehlen Informationen oder entstehen Unsicherheiten, muss der Vorgang weitergeleitet werden. Klein beschreibt dieses Prinzip als „intelligente Weiche“: Routine wird automatisiert, kritische Fälle werden menschlich entschieden.
5. Schrittweise erproben und Nutzen messen ↓
Ein Proof of Concept zeigt zunächst, ob der Anwendungsfall geeignet ist. Danach folgen Systemintegration und eine überwachte Pilotphase. Bewerten Sie den Nutzen monetär, um Investitionen gegenüber dem Management zu begründen. Auf dieser Basis lässt sich der Automatisierungsgrad schrittweise erhöhen.
