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Wie gelingt gute Kommunikation, wenn Gespräche schwierig werden? Was prägt eigentlich die eigene Art zu kommunizieren? Und was braucht es, damit Menschen offen miteinander ins Gespräch kommen, obwohl sie sich vorher kaum kennen?

Beim PowerWomen@KVD live am 23. und 24. September in Paderborn ging es genau darum. Gastgeberin war Sabine Krix von der KRIX Academy. Im Mittelpunkt standen Kommunikation, Selbstreflexion und der persönliche Austausch unter Frauen aus dem technischen Service.

Ein Blinddate im Service zum Auftakt

Bei Spätsommerwetter startete die Gruppe am Mittwochnachmittag auf dem Paderborner Rathausplatz. Für einige Teilnehmerinnen war es ein Wiedersehen, für viele andere tatsächlich ein kleines Blinddate im Service.

Aufgeteilt in zwei Gruppen ging es bei einem Outdoor-Escape-Game durch die Paderborner Innenstadt. Schnell zeigte sich dabei, was auch für gute Zusammenarbeit im beruflichen Alltag gilt: Unterschiedliche Fähigkeiten und Sichtweisen ergänzen sich. Beide Gruppen lösten die Aufgaben erfolgreich und hatten dabei reichlich Gelegenheit, sich kennenzulernen.

Beim anschließenden gemeinsamen Abendessen blieb viel Zeit für Gespräche und persönlichen Austausch. Damit war die Grundlage für den zweiten Veranstaltungstag gelegt.

Kommunikation beginnt bei der eigenen Haltung

Am Donnerstag ging es in der KRIX Academy fachlich tiefer. Sabine Krix hatte für die PowerWomen einen Workshop zum Thema „Schwieriege Gespräche gut meistern“ vorbereitet.

Der Einstieg begann bewusst nicht mit Gesprächstechniken, sondern mit Selbstreflexion. Die Teilnehmerinnen beschäftigen sich zunächst mit ihren persönlichen Werten und identifizierten ihre jeweils drei wichtigsten.

Anschließend ging es um die eigenen Kommunikationsmuster. Mithilfe der DIGS-Methode arbeiteten die Teilnehmerinnen heraus, welche Muster bei ihnen besonders ausgeprägt sind. Entscheidend war dabei nicht die Einordnung selbst, sondern die Frage, was daraus für Gespräche mit Menschen folgt, die andere Werte, Bedürfnisse oder Persönlichkeitstypen mitbringen.

Denn schwierige Kommunikation entsteht nicht zwangsläufig deshalb, weil eine Seite „falsch“ kommuniziert. Häufig treffen unterschiedliche Wahrnehmungen, Erwartungen und Kommunikationsstile aufeinander.

Die Konsequenz: Wer die eigene Wirkung besser versteht und gleichzeitig offen für die Perspektive des Gegenübers bleibt, schafft eine bessere Grundlage für konstruktive Gespräche.

Klarsprechen lässt sich üben

Mit dem K-R-I-X-Leitfaden stellte Sabine Krix anschließend einen Ansatz für Klarsprechen in herausfordernden Gesprächssituationen vor.

Eine zentrale Botschaft des Workshops: Kein schwieriges Gespräch wird automatisch perfekt laufen. Jedes Gespräch bietet aber die Möglichkeit, die eigene Kommunikation bewusster zu gestalten und weiterzuentwickeln.

Gerade im technischen Service ist das relevant. Kundenerwartungen, Zeitdruck, interne Abstimmungen oder unterschiedliche Interessen sorgen regelmäßig für Situationen, in denen Klarheit gefragt ist – ohne dabei das Gegenüber aus dem Blick zu verlieren.

Nach der Mittagspause standen deshalb konkrete Fragen aus dem Alltag der Teilnehmerinnen im Mittelpunkt. Diese konnten bereits vor der Veranstaltung eingereicht werden und wurden gemeinsam aufgegriffen und diskutiert.

Offenheit entsteht nicht durch eine Agenda

Wie wichtig neben den fachlichen Inhalten auch der Rahmen eines solchen Formats ist, zeigte sich spätestens in der abschließenden Feedbackrunde.

Besonders hervorgehoben wurden die Atmosphäre und das offene Miteinander innerhalb der Gruppe. Obwohl sich viele Teilnehmerinnen vorher nicht kannten, entstand sehr schnell ein geschützter Raum für persönliche Erfahrungen, berufliche Herausforderungen und offene Gespräche. Selbst Teilnehmerinnen, die erst am zweiten Veranstaltungstag zur Gruppe kamen, fühlten sich unmittelbar aufgenommen.

Genau darin liegt ein wesentlicher Gedanke von PowerWomen@KVD: Frauen aus dem technischen Service miteinander zu verbinden und Räume zu schaffen, in denen fachlicher Austausch genauso möglich ist wie persönliche Weiterentwicklung.

Auch das Projekt BOOST war Teil des Nachmittags. KVD-Projektleitern Alexandra Engeln stellte das neue Projekt vor und sammelte erste Themen und Impulse aus der Gruppe ein, die in die weitere Projektarbeit einfließen können.

Das Feedback am Ende war eindeutig: Die Teilnehmerinnen wünschen sich weitere Veranstaltungen dieser Art.

Und damit ist nach diesen eineinhalb Tagen in Paderborn vor allem eins klar: Fortsetzung folgt.

Mitmachen bei den PowerWomen@KVD

Die PowerWomen@KVD richten sich an Frauen im technischen Service, die sich vernetzen, austauschen und gegenseitig stärken möchten. Die Initiative lebt von unterschiedlichen Perspektiven, Erfahrungen und Rollenbildern. Interessierte KVD-Mitglieder sind eingeladen, Teil der Community zu werden und sich in Formaten wie dem Ladies Lunch einzubringen.

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