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Wie entsteht zukunftsfähiger Service? Nicht im Meetingraum. Sondern dort, wo Technik, Nutzung und Geschäftsmodell aufeinandertreffen: beim Kunden. Genau diesen Perspektivwechsel haben die YoungProfessionals@KVD beim zweitägigen Praxistreffen bei Melitta Professional in Minden erlebt.

Service zwischen Technik, Nutzung und Geschäftsmodell

Bereits zum Einstieg wurde deutlich: Service im Umfeld von Kaffee ist komplexer, als es auf den ersten Blick scheint. Zwischen standardisierten Prozessen, individuellen Geschmäckern und äußeren Einflussfaktoren wie Wasserqualität oder Nutzungsszenarien entsteht ein Spannungsfeld, das Service neu definiert.

Oder anders formuliert: Eine Kaffeemaschine funktioniert nicht einfach – sie performt unter variierenden Bedingungen.

Diese Realität überträgt sich direkt auf den technischen Service:

  • hohe Anforderungen an Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit
  • unterschiedliche Kundenerwartungen je nach Einsatzbereich
  • steigender Druck, Service nicht nur reaktiv, sondern proaktiv zu gestalten

Vom Produkt zum Service-Vertrieb

Im Zentrum des zweiten Tages stand deshalb eine zentrale Fragestellung: Wie kann Service aktiv verkauft werden – direkt über die Techniker?

In einem interaktiven Workshop entwickelten die Teilnehmenden konkrete Ansätze für ein servicebasiertes Geschäftsmodell. Ausgangspunkt war ein Planspiel mit drei klar definierten Kundensegmenten:

  1. Schnellrestaurants (Effizienz und Skalierung)
  2. Tankstellen (Standardisierung und Rund-um-die-Uhr-Betrieb)
  3. Klassische Gastronomie (Qualität und Markenerlebnis)

Die Aufgabe:
Ein neues Serviceportfolio entwickeln, inklusive Nutzenargumentation, Preislogik und konkreten Verkaufsansätzen im Kundengespräch.

Service beginnt im Gespräch – nicht im System. Einer der zentralen Erkenntnisse des Workshops: Vertrieb im Service entsteht nicht digital, sondern im direkten Kontakt. Gerade Techniker verfügen über den entscheidenden Vorteil: Sie sind regelmäßig vor Ort, kennen die Nutzungssituation und genießen Vertrauen. Doch dieses Potenzial wird häufig nicht genutzt.

Das abschließende Rollenspiel hat klar gezeigt:

  • Techniker können Bedarfe erkennen
  • sie können Lösungen erklären
  • aber sie brauchen Struktur und Training, um daraus ein Angebot zu entwickeln

Oder zugespitzt: Wenn ein Techniker ein Angebot verständlich erklären kann, wird es auch verkaufbar.

Mehrwert für beide Seiten

Das Format hat erneut gezeigt, welchen Mehrwert der Austausch zwischen Unternehmen und Nachwuchskräften bietet.

Für Melitta Professional als Gastgeber:

  • neue Perspektiven auf Service und Vertrieb
  • Impulse aus anderen Branchen
  • konkrete Ideen für die Weiterentwicklung des eigenen Geschäftsmodells

Für die Young Professionals:

  • Einblick in reale Geschäftsmodelle
  • praxisnahe Anwendung von Servicekonzepten
  • Austausch mit anderen Nachwuchskräften
  • Aufbau eines starken Netzwerks im technischen Service

Fazit

Service entwickelt sich dort weiter, wo unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen. Das YoungProfessional@KVD-Event bei Melitta Professional hat genau diesen Raum geschaffen. Und einmal mehr gezeigt: Die Zukunft des Service entscheidet sich nicht nur in Strategien – sondern im konkreten Handeln vor Ort.

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