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Wie beeinflussen digitale Technologien und künstliche Intelligenz (KI) das Servicegeschäft im Maschinen- und Anlagenbau? Diese zentrale Frage stand im Fokus des Online-Events „Service Lifecycle Insights“, welches wir gemeinsam mit MARKT-PILOT, synthavo, PartsCloud, Solvares, oculavis und Empolis Anfang Juni organisiert haben. Die Teilnehmer:innen konnten anhand von Best Practices und detaillierten Demos erfahren, wie sie den After Sales ihres Unternehmens optimieren und wie innovative IT-Lösungen dabei unterstützen können. Dabei wurden verschiedene Aspekte des Service Lifecycle im Maschinenbau beleuchtet – von der Inbetriebnahme über die Wartung bis hin zur Ersatzteilversorgung und Preiskalkulation. Es wurde deutlich, dass durch gezielte Strategien und Technologien diese Prozesse erheblich das Betriebsergebnis (Umsatz, Rentabilität) und die Kundentreue (Servicequalität) verbessern können.

„Wir müssen alle zu Servicefans werden.“

KVD Geschäftsführer, Carsten Neugrodda, setzte gleich zu Beginn in seiner Keynote wichtige inhaltliche Akzente. Er betonte, dass der wirtschaftliche Erfolg eines Maschinenherstellers zukünftig noch stärker von der Qualität seines After Sales abhängt. Schon heute trägt dieser in vielen Unternehmen zu 30 Prozent und mehr des Gesamtumsatzes bei. Es sei daher entscheidend, das Servicegeschäft durch Angebote mit echtem Mehrwert auszubauen und so zum Treiber des Unternehmenserfolgs zu machen. Er hob die Bedeutung neuer Geschäftsmodelle wie Subscription, Pay-per-use und Remote-Services hervor. Dabei gehe es nicht nur darum, das Produkt zu verkaufen, sondern dessen Nutzung über den gesamten Lebenszyklus hinweg zu gewährleisten.

Er unterstrich die Notwendigkeit der weiteren Digitalisierung in der Branche. Software-Lösungen bieten die technologische Unterstützung, die für ein marktorientiertes Ersatzteil-Pricing und effiziente Wartungsprozesse (Fernwartung/Technikereinsätze) erforderlich ist. Er sprach von einer „Dienstleistungswende“, bei der digitale Technologien nicht nur Prozesse und Abläufe, sondern auch das Verhalten von Mitarbeitenden und Kunden verändern. Ein IT-gestütztes Servicegeschäft sei nachhaltig und helfe, den Lebenszyklus von Maschinen zu verlängern. Themen wie Lieferkettenmanagement und hohe Ersatzteilverfügbarkeit sind dabei zentrale Bestandteile innovativer Servicestrategien. „Letztlich geht es darum, dass wir alle zu Servicefans werden und dadurch den Kunden noch enger an das Unternehmen binden“, so das Fazit von Carsten Neugrodda.

Interaktive Breakout-Sessions für praxisnahe Einblicke

In anschließenden Breakout-Sessions wurden verschiedene Aspekte eines modernen Servicegeschäfts im Maschinen- und Anlagenbau anhand konkreter Praxisbeispiele vertieft und die Teilnehmenden hatten die Möglichkeit, sich mit anderen Anwendern und Branchenexperten auszutauschen.

Eingerahmt war die Agenda von zwei Best Practice-Beispielen für innovative Servicemodelle von KrausMaffei und Holmer Maschinenbau.