Wie lassen sich Kundenprobleme systematisch in neue Services übersetzen? Welche Zukunftsthemen sollten Serviceorganisationen bereits heute verfolgen? Und wie gelingt Qualifizierung, wenn Zeit und personelle Ressourcen fehlen?
Die Workshops beim Service Congress 2026 greifen konkrete Herausforderungen aus dem technischen Service auf. Im Mittelpunkt steht die aktive Arbeit an Methoden, Entscheidungsgrundlagen und Lösungsansätzen, die sich auf die eigene Organisation übertragen lassen.
Die Teilnehmenden bringen ihre Erfahrungen und aktuellen Fragestellungen ein. Moderiert werden die Workshops von Experten aus der Servicepraxis. Da in kleinen Gruppen gearbeitet wird, ist die Zahl der Plätze in allen Workshops begrenzt.
Vom Kundenfeedback zur Lösung
Kundenzentrierung beginnt damit, tatsächliche Probleme zu verstehen. Im Methoden-Workshop arbeiten die Teilnehmenden deshalb mit einem realen Service Pain Point aus aktuellen Befragungen.
Zwei ausgewählte Methoden werden direkt angewendet, um Ursachen zu analysieren und mögliche Lösungen zu entwickeln. Der Workshop zeigt, wie sich Kundenfeedback strukturiert auswerten und für die Weiterentwicklung von Services nutzen lässt.
Moderatoren: Tobias Theile, KVD Beirat und Henrik Tetzlaf, KVD Beirat
Innovationsscouting für den Service 2040
Welche Entwicklungen werden den technischen Service bis zum Jahr 2040 beeinflussen? Nicht jedes Zukunftsthema ist für jede Serviceorganisation gleichermaßen relevant. Entscheidend ist, Trends systematisch zu bewerten und den richtigen Umgang mit ihnen abzuleiten.
Daniel stellt dazu ein kompaktes Innovationsscouting-Framework vor. Die Teilnehmenden betrachten ausgewählte Zukunftsthemen in den Phasen Wahrnehmung, Exploration, Exploitation und Integration. Dabei wird überprüft, wie relevant und ausgereift eine Entwicklung ist, welche Voraussetzungen notwendig sind und wie gut sie zur eigenen Organisation passt.
Das Ergebnis ist keine allgemeine Trendsammlung. Die Teilnehmenden erarbeiten eine Entscheidungsgrundlage für ihren Servicebereich: Welche Entwicklungen gehören zunächst auf die Watchlist? Wo ist ein Pilot sinnvoll? Welche Ansätze können bereits produktiv eingesetzt werden? Und was muss dauerhaft in Strukturen und Prozesse integriert werden?
Moderator: Daniel Hefft, KVD Beirat
Service-Mitarbeitende wirksam qualifizieren
Die Anforderungen an Mitarbeitende im technischen Service steigen. Gleichzeitig fehlen häufig Zeit, Budgets und personelle Kapazitäten für umfangreiche Qualifizierungsprogramme.
Im Workshop werden Ansätze erarbeitet, mit denen Lernen stärker in den Arbeitsalltag integriert werden kann. Dazu gehören der gezielte Einsatz von Multiplikatoren, ressourcenschonende Lernformate und konkrete Einsatzmöglichkeiten von KI in der Qualifizierung.
Die Teilnehmenden diskutieren eigene Erfahrungen und entwickeln umsetzbare Ansätze für ihre Organisation. Die Ergebnisse werden im Workshop strukturiert festgehalten.
Moderator: Fred Kastens, Trainer & Berater
Orientierung im KI-Dschungel
Die Zahl der KI-Lösungen für den technischen Service wächst. Vor einer Produktauswahl müssen Unternehmen jedoch klären, welche Probleme sie lösen wollen, welche Daten verfügbar sind und welche Anforderungen eine Anwendung erfüllen müssen.
Der Workshop richtet sich an Entscheiderinnen und Entscheider, die den Einsatz von KI im eigenen Service verantworten. Gemeinsam werden Methoden erarbeitet, mit denen sich der Auswahlprozess vorbereiten und strukturieren lässt. Die Teilnehmenden sind eingeladen, aktuelle Pain Points aus ihrem Servicebereich einzubringen.
Für diesen Workshop werden ausschließlich Teilnehmende aus Anwenderunternehmen zugelassen. Anbieter von KI-Lösungen können sich nicht für den Workshop anmelden. So entsteht ein geschützter Arbeitsraum für einen offen Austausch über Anforderungen, Auswahlkriterien und Erfahrungen aus der Unternehmenspraxis.
Moderator: Thorsten Schlüter, KVD Vorstand
Von Werttreibern zu wirksamen Lösungen
Gute Lösungen entstehen nicht durch eine möglichst große Zahl an Funktionen. Sie setzen an einem relevanten Kundenproblem und dessen wirtschaftlichen Auswirkungen an.
Im Workshop entwickeln die Teilnehmenden eine strukturierte Sicht auf modernes Solution-Selling. Sie identifizieren wirtschaftliche Werttreiber beim Kunden, untersuchen die Ursachen bestehender Probleme und leiten geeignete Lösungsbestandteile ab.
Der Ansatz unterstützt Serviceorganisationen dabei, Angebote stärker am tatsächlichen Nutzen auszurichten und datenbasierte Services gezielt weiterzuentwickeln.
Moderator: Jan-Philpp Nickel, Projektmanager
Begrenzte Plätze in allen Workshops
Der Service Congress findet am 4. und 5. November 2026 in der Grand Hall Zeche Zollverein® in Essen statt. Da in den Workshops intensiv und in kleinen Gruppen gearbeitet wird, ist die Zahl der Teilnehmenden jeweils begrenzt. Eine frühzeitige Anmeldung über die Congress-App wird allen Teilnehmenden empfohlen – die Congress-App steht ab Anfang Oktober zur Verfügung.